Teppich reinigen mit Natron

Teppich reinigen mit NatronLaminat, Parkett oder Linoleum? Nein, der Teppichboden ist noch immer der meist verkaufte Bodenbelang in unseren Breiten. Warum ist das wohl so? Zum einen, weil er so vielen Belastungen standhält und zum anderen, weil er durch seine kuschelige, weiche Oberfläche punkten kann. Zum einem sauberen Ambiente und Wohlfühlen zählt auch der Teppich, der jeder Wohnung mehr Behaglichkeit schenkt. Aber er hat ein hartes Dasein, der Teppichboden. Denn er wird getreten, beschmutzt und gesaugt.

Der Teppich, der Staubfänger und das ist gut so

Jeden Tag setzt sich Schmutz, Staub und Kot der Milben in den Teppichen ab. Staubsaugen alleine reicht aber aus, um alltägliche Verschmutzungen zu beseitigen. Also stimmt die Behauptung, dass der Teppich ein Staubfänger ist? Ja, diese Behauptung ist richtig! Das ist auch gut so, denn Staub, der im Teppichboden hängen bleibt, fliegt nicht unbeirrt durch die Luft des Raumes. Dadurch wird der Staub dann auch nicht eigeatmet. Nur im Teppichboden darf der Schmutz und Staub nicht für immer bleiben, deshalb ist das Staubsagen eine Tätigkeit, auf die der Teppich nicht verzichten kann. Am besten 2x in der Woche sollte der Sauger hervorgeholt werden, um den Boden abzusaugen. Ein Sauger, der mit returnierenden Bürsten ausgestattet ist, bekommt Verschmutzung jeglicher Art am einfachsten raus. Aber was ist mit den Milben, sind diese kleinen Tierchen tatsächlich im Teppichboden vorzufinden? Die Milben ernähren sich in der Regel von Hautschuppen. Zudem mögen es die kleinen Tieren feucht und warm, deshalb sind sie eher in Matratzen und Kopfkissen anzutreffen, der Teppich ist für sie nur wenig attraktiv, deshalb kommen nur vereinzelt Milbentierchen in Teppichböden vor.

Hilfe, der Fleck muss weg!

Wenn einmal etwas ausgeschüttet wird, haben Laminat, Parkett oder Linoleum einen klaren Vorteil. Passiert ein Missgeschick auf einem Teppichboden, heißt es schnell sein beim Säubern. Denn der Fleck muss weg. Ein feuchtes Küchentuch bietet sich „zur 1. Hilfe“ an. Es saugt die Flüssigkeit gleich einmal auf. Wichtig ist, dass der Fleck weg getupft wird. Durch ständiges Tupfen wird der Fleck aufgesaugt. Reiben ist ein absolutes No-Go, denn so wird der Fleck gleichmäßig in den Boden gerieben. Tupfen ist also angesagt und wenn der Fleck dann trocken ist, kommt herkömmliches Salz aus der Küche darauf. Dieses darf wenige Minuten einwirken und wird dann vom Staubsauger entfernt.

Teppich reinigen mit Natron

Wenn ein Teppich bereits mehrere Jahre in der Wohnung sein Dasein fristet, dann hat er einen bestimmten Geruch angenommen. Nun kommt die neutralisierende Wirkungskraft von Natron ins Spiel. Damit der Teppich wieder frisch duftet, genügen 100 g Natron, eine weiche Bürste und ein Sauger. Der Teppich wird mit Natron bestreut und mit einer weichen Bürste eingebürstet, danach folgt eine Einwirkzeit von einem Tag. Denn das Natron muss bis tief in den Teppich vordringen können, damit auch unangenehme Gerüche entfernt werden. Nach der Einwirkzeit wird der Teppich einfach abgesaugt, er ist wieder rein und duftet frisch.
Wer kein reines Natron zu Hause hat, der kann es auch mit herkömmlichem Backpulver versuchen. Dieses erfüllt ebenso seinen Zweck und ist in jedem Haushalt greifbar.
Mit Natron können auch Trittspuren aus dem Teppich entfernt werden. Die Spuren werden mit Natron bestreut, das Natron wird in den Teppich eingerieben, danach folgt eine Einwirkzeit von 5 Stunden, bevor wieder abgesaugt wird.

Wenn Hausmittel mal nicht ausreichen, muss man zu richtigen Teppich Reinigern greifen!

Teppich reinigen mit weiteren Hausmitteln

Das Waschpulver:

Für viele ist das Waschmittel das Allzweckmittel, wenn es um den Teppich geht. Gerne wird zu Waschpulver gegriffen, dieses wird genauso aufgetragen wie Natron. Auch die Einwirkzeit darf sich über die Nacht erstrecken. Bevor dann wieder der Staubsauger zum Einsatz kommt, der das Waschmittel absaugt. Diese Methode überzeugt nicht nur wegen der Reinigung, sondern auch wegen dem frischen Geruch.

Die Kernseife:

Die gute alte Kernseife, von der bereits unsere Großmütter überzeugt waren, gilt auch heute noch als Wunderwaffe bei Flecken im Teppich. Die Seife wird im warmen Wasser aufgelöst und die Lauge eignet sich hervorragend für den Reinigungsvorgang auf dem Teppichboden.

Der Rasierschaum:

Auch der Rasierschaum macht den Flecken auf dem Teppich den Garaus. Er sollte aber sparsam zum Einsatz kommen. Die betroffene Stelle wird sanft mit dem Schaum eingerieben, einwirken lassen. Nach der Einwirkzeigt kommt ein Tuch aus Baumwolle zum Einsatz und entfernt den Rasierschaum.

Der Essig:

Der Essig gilt als klassischer Saubermacher und hilft auch bei Verschmutzungen am Teppich. Dabei wird ein Wischtuch oder ein Schwamm in Essig getaucht und damit wird der Fleck entfernt.

Damit der Teppich lange schön anzusehen ist

Ein preisgünstiger Teppich ist in seiner Beschaffenheit weicher, dafür ist er nicht so dick, wie hochwertige Fabrikate. Anhand der Dicke wird die Lebensdauer eines Teppichbodens bestimmt. Ein präferierter Teppich hat eine Lebensdauer bis zu 20 Jahre. Wer sich für einen Teppich als Bodenbelag entscheidet, der entscheidet sich für einen echten Klassiker und für wahre Gemütlichkeit, die aber auch entsprechend gepflegt werden möchte.