Dielen reinigen

Dielen reinigen AnleitungEin Dielenboden wurde ausgesucht! Viele Menschen entscheiden sich für einen Dielenboden, da es sich hierbei um einen sehr edlen Bodenbelag handelt, der gerade in Altbauwohnungen mit hohen Räumen effektvoll zur Geltung kommt. Bewährte Materialien beweisen sich im modernen Hausbau immer wieder, die besten Beispiel hierfür sind wohl das Parkett oder die Diele, als Boden.

Die Diele – Ein Bodenbelag mit langer Geschichte

Zu früheren Zeiten wurden hauptsächlich nur Dielenböden verlegt. Hierbei handelt es sich um massive Böden. Die Ursprünglichkeit kommt dabei lobenswert zur Geltung. Jede einzelne Maserung ist klar zu erkennen und gibt der Diele die Natürlichkeit und die Harmonie des Wohnens steht damit im Einklang. Anfang des 13. Jahrhunderts wurden die ersten Dielenböden angefertigt. Damals galt das Motto: „Je reicher der Bauherr, desto breiter seine Diel.“ Aber die Zeiten haben sich geändert, in der Zwischenzeit wurde die Diele generalüberholt, dennoch ihre Natürlichkeit hat sie sich bis heute behalten. Dielenböden gibt es in fast jeder Holzart, sehr beliebt ist zurzeit die dunkle Eiche. Aber dem Farb- und auch dem Strukturangeboten dieser Böden sind keine Grenzen gesetzt.

Was früher einmal aus den Häusern verbannt wurde, ist heute begehrter denn je. Denn bei Dielen handelt es sich um Holzböden mit Charakter. Holz ist im Innenbereich des Raumes unschlagbar. Es wirkt nicht nur durch seine Farbe oder seine Struktur, es wirkt durch seine Gemütlichkeit. Altholz bei Möbeln und Dielenböden sind alles, nur nicht altbacken. Risse und Äste des Holzes dürfen sich bei der Diele ruhig sehen lassen, sie formen die Charaktermerkmale dieses Bodenbelages. Dadurch entsteht ein sehr lebhaftes Bodenbild und jeder Quadratmeter wird so zum Unikat. Bei der Diele wiederholt sich kein Detail, mag es auch noch so klein sein, in seiner Beschaffenheit und alte, klobige Holzbretter dürfen sich zu einem Boden formen. Die Diele ist kein günstiger Belag, aber ein hochwertiger, der durch spezielle Charaktermerkmale gekonnt auf sich aufmerksam macht. Die Füße werden sich freuen, sie werden die natürliche Oberfläche des Dielenbodens zu schätzen wissen.

Die Diele reinigen statt schleifen, so wird es gemacht:

Vor dem Wischen der Diele kommt der Staubsauger oder der Besen zum Einsatz. Zumal Sand und diverse Verschmutzungen wie ein Schleifpapier auf der sensiblen Diele wirken können. Und ist die oberste Schicht des Dielenbodens erst einmal abgenutzt, haben Staub und Schmutz ein noch leichteres Spiel, tief in den Boden einzudringen. Wer seine Diele staubfrei gemacht hat, der greift zu seinem Flachwischer und zum Eimer, in dem sich frisches, klares Wasser und ein Reinigungsmittel befindet. Der Flachwischer sollte einen winkelbaren und langen Stil aufweisen. So kann jede Ecke des Raumes bequem erreicht werden. Nebelfeucht wischen, so heißt die Aufforderung. Das Trocken-Wischen und Nachpolieren kann mit einem Mopp aus Baumwolle geschehen. So wird die Diele schonend gereinigt und erhält ihren natürlichen Glanz zurück. Der Dielenbelag sollte mit großer Sorgfalt gepflegt werden, damit er seine Charaktermerkmale, wie Risse und Äste des Holzes, beibehält. Von Reinigern, die mit chlor- und ammoniakhaltigen Inhaltsstoffen versehen sind, ist bei Dielenböden abzuraten. Es ist auch dringend davon abzuraten, zu nass zu wischen, denn somit kann sich ein Grauschleier auf der Diele bilden und der Boden vergraut mit der Zeit, er verliert seinen natürlichen Glanz.

Und falls Hausmittel nicht ausreichen, helfen spezielle Dielenboden Reiniger.

Die Diele reinigen mit Hausmitteln

Die Kernseife:

Wie bereits bekannt, ist die Diele ein Boden mit Geschichte und da früher nicht auf eine Vielzahl von Reinigungsmittel zurückgegriffen werden konnte, hat sich die traditionelle Kernseife bis heute bewährt. Im warmen Wasser wird die Kernseife gelöst, eine Lauge entsteht. Diese Lauge, aus Kernseife und klarem Wasser, wird dann für den Wischvorgang benutzt.

Schwarzer Tee:

Ist die Diele lackiert, kann sie ganz einfach wieder zum Glänzen gebracht werden. Der Absud von schwarzem Tee trägt dafür Sorge. 5 bis 6 Beutel genügen für 1 Eimer. Gerade dunkle Dielen aus Eichen profitieren von einem solchen Wischvorgang sehr.

Mit einem ausrangierten Feinstrumpf wird nachpoliert:

Es gibt Spezialtücher, die eigens für das Nachpolieren von Holzböden gemacht sind, aber wer braucht schon solche Tücher, wenn es doch mit einem ausrangierten Nylonstrumpf so einfach funktioniert.

Es ist auch entscheidend, welche Holzart der Dielenboden aufweist, denn die unterschiedlichen Hölzer variieren in ihrem Härtegrad. Daher sind nicht alle Dielenholzböden gleich widerstandsfähig. Es gilt zu beachten, Laubholz ist hart, Nadelholz ist weicher in seiner Beschaffenheit. Aber kleine Kratzer oder Verunreinigungen fallen bei Dielenböden weniger auf, da die Oberflächen in der Regel gut strukturiert sind. Viele Dielenbeläge sind geölt oder lackiert, dadurch ist das Holz gegen Feuchtigkeit und Schmutz geschützt, zudem kommt die Struktur des Holzes damit noch besser zur Geltung.
Menschen, die etwas Außergewöhnliches wünschen, sollten sich für einen Dielenboden entscheiden. Solche Bodenbeläge fand man früher nur in Herrenhäusern, großen Bauernhöfen oder Schlössern und sie gelten auch heute noch als etwas ganz Extravagantes.